Weblog von Karin Dohrmann

Tier-Werden Mensch-Werden

Tier-Werden Mensch-WerdenNeue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin, 09.05.- 14.06.2009

Im Ausstellungsprojekt Tier-Werden, Mensch-Werden geht es um Auflösungs- und Werdensprozesse animalischer und menschlicher Identitäten und damit um einen neuen Blick sowohl auf Tiere als auch auf Menschen. Den theoretischen Ausgangspunkt bildet dabei das Konzept vom Tier-Werden, wie es Deleuze und Guattari in Tausend Plateaus formuliert haben, das aber von den Kuratorinnen erweitert und neu gedeutet wird. Weiterlesen »

Auf den Hund gekommen?

Museum für Naturkunde, Dortmund, 16.11.2008 - 19.04.2009

Die Ausstellung "Auf den Hund gekommen? - Die Natur- und Kulturgeschichte des Hundes" beleuchtet die Haushundhaltung im Wandel der Zeit. Durch Skulpturen, Bilder, Tierpräparate und narrative Installationen werden die unterschiedlichen Facetten, die der Hund in den verschiedenen Epochen im Leben der Menschen einnahm, deutlich gemacht. Weiterlesen »

Dogs! Meisterwerke der Hundefotografie

Flo Peters Gallery, 04.11.2008-24.01.2009

Mit dem Beginn der Fotografie wurde neben dem Menschen auch der Hund zum Bildmotiv. Meist nur als schmückendes oder narratives Bewerk, Statussymbol des stolzen Abgebildeten, eroberte sich der Hund schnell das ungeteilte Interesse der Fotografen. Im 20. Jahrhundert nahmen Künstler wie William Wegman den Hund als Haupt-Motiv ihrer künstlerischen Ausdruckform in die Fotografie auf. Die Hamburger Galeristin Flo Peters widmet sich in ihrer Ausstellung, mit Werken von Bruce Weber, Elliot Erwitt, Jaques Henri Lartigue und William Wegman der Entwicklungsgeschichte der Hundefotografie. Weiterlesen »

MopsKULT. Geheimnisse um ein vergessenes Idol

MopsKULTMainz Landesmuseum, 26.10.2008-18.01.2009

Durch die Zeiten war der Mops weniger Arbeitshund, sondern vielmehr ein Zeichen für "Lebensstil und kultivierte Distanziertheit". Viele Persönlichkeiten aus Politik, Adel und Kunst wie Queen Victoria, Winston Churchill, Rainer Maria Rilke, William Hogarth und Andy Warhol hatten einen Mops als Lebensgefährten. Der Mops inspirierte Schriftsteller wie Heinrich Heine, Wilhelm Busch, Christian Morgenstern, Loriot und Ernst Jandl zu literarischen Werken und Gedichten. War der Mops im 17. und 18. Jahrhundert zunächst engste Begleiter Adeliger und wohlhabender Schichten wurde er im 19. Jahrhundert neben anderen Schoßhunden zum Statussymbol der bürgerlichen Gesellschaft. Aber zum Ende des 19. Jahrhundert wandelte sich das Ansehen des Mopses. Zunächst als Stellvertreter der Aristokratie verpönt, wurde er im 20. Jahrhundert immer mehr zur Karikatur eines Hundes. Als einmalige Ausnahme dürfen jeweils drei Möpse von ihren Besitzern in die Ausstellung genommen werden. Weiterlesen »

Jo Longhurst - The Refusal

Museum Folkwang, 05.04.-15.06.2008

Jo Longhurst hat den Hund, im Speziellen den Whippet, zum Motiv ihrer Kunst gemacht. In Refusal stehen ihre Hunde, die von den idealen züchterischen Normen abweichen als Avatare für den Konflikt zwischen Fremdbild - Individuum und Selbstbild. Den Kontrast zwischen den Perfekt-sein-Müssen und der Irritation durch das Eigenbild verdeutlicht zum Einen ihre Videoarbeit "The decisive moment (study II for Show ring)" 2006, in der über vier Minuten hinweg ein Hundebesitzer die Haltung seines Whippet für einen Showauftritt korrigiert, zum Anderen die lebendigen Reaktionen, die Whippets zeigen wenn sie ihr Bild in einem Spiegel erblicken. Spannend und außergewöhnlich ist die Hängung der Bilder, die besonders niedrig montiert wurden, so dass man sich geradezu auf das Bewegungsniveau der Hunde begeben muss. Damit geben Kuratorin und Künstlerin dem Besucher die Möglichkeit sich auf die Empfindungswelt der Hunde einzulassen und den eigenen Blick kritisch zu hinterfragen.

Jo Longhurst - The Refusal Weiterlesen »

RSS-Feed