Mit dem Hund im Regensburger Land

Zurück von der 4-tägigen Kurzreise für Mensch und Hund gibt es wieder tolle Eindrücke, die mir deutlich machen wieviel Spaß Reisen mit Hund machen!

Die Wettergöttin war uns hold, obwohl wir in den 4 Tagen alle Extreme an Wetterlagen miterleben durften. Start war am Donnerstag bei brüllenden 40°, die dazu führten, dass wir unsere geplante Wanderung von der Burg in Donaustauf hinunter zu St. Salvator vorbei am Chinesischen Turm und dann wieder hinauf zur Walhalla nicht durchführten. Zu sehr litten Mensch und Hund unter der Hitze. Also mit dem Auto, umblasen von der Klimaanlage hinauf zur Burg Donaustauf, die lange umkämpft von Regensburg, den bayerischen Herzögen, Ungarn, Schweden und Vielen mehr war. Vorteil des heißen Wetters war, dass wir ganz alleine durch das Burggelände wanderten und die Hunde die Möglichkeit hatten, durch Lindenallee und Burgruinen ohne Leine zu stromern. Oben angekommen, öffnete sich ein unglaublicher Blick über das Regensburger Land!

Strommern auf Burg Donaustauf

Auch die Kapelle St. Salvator, die mit der Burg und der Wahalla eine Sichtachse bildet und von Klenze zur seiner ästhetischen Beruhigung klassizistisch ummantel wurde, wurde von uns nur kurz besucht. Leider verschlossen, blieb uns nur ein kleiner Blick durch eine Türöffnung in den Kirchenraum. Hinter der Kirche beginnt ein steiler Waldweg hinauf zur Walhalla. Die Walhalla, die Ruhmeshalle der Deutschen, die Ludwig I. zur Stärkung des nationalen Bewusstseins nach dem Trauma Napoleon errichten ließ, begrüßt einem in ihrer Monumentalität! Kaum vorstellbar, dass Ludwig diese zuerst im Englischen Garten aufbauen lassen wollte! Gut das Klenze dabei wieder sein ästhetisches Empfinden gestört fühlte (zu groß für den kleinen Garten). Die Nazis hat das nicht gestört, als sie den Klotz „Haus der Kunst“ dort bauen ließen. So unterscheidet sich der Profi vom Möchte-gern-Künstler!
Die Hunde genossen Schatten und Luftwirbel der Säulenhalle, während ihre Menschen die Ruhmeshalle bewunderten.

Eine Spanier in der deutschen Ruhmeshalle!

Traumhafter Abschluss dieses Kulturtages war der Besuch in der Hammermühle bei Dachsberg (www.hammermuehle-donaustauf.de). Ein wundervoller Biergarten, angelegt wie ein verträumter Garten, an einem Wasserfall der die aufgeheizte Luft auf eine angenehme Temperatur herunter kühlte. Die Hunde genossen das Wasser und legten sich schlafen, während wir eine leckere Brotzeit aus der eigenen Metzgerei genossen. Im Hotel angekommen, brach ein wahres Unwetter über das Land herein, dass die Temperaturen für die nächsten Tage fast 20 Grad herunterkühlte.

Traumhafter Biergarten am Wasserfall!

Der folgende Tag gehörte ganz der ehemaligen „Freien Reichsstadt“ Regensburg. Eine traumhafte Stadt, die seit ihrer Gründung 179 n. Chr. durchgehend bewohnt ist. Die Glanzzeiten des Mittelalters und der rege Handel in der damaligen Welt haben der Stadt ein mediterranes Flair verpasst. Ein Kleinod reiht sich an den Nächste. Die Hunde konnten sich anschließend auf der Wöhrd-Insel austoben und in der Donau baden. In der Historischen Wurstkuchel (www.wurstkuchl.de), mit 850 Jahren der älteste Imbiss Deutschlands, wurden Bratwürstchen und Sauerkraut genossen.

    Baden und anschließend eine Wurst

Am dritten Tagen haben wir neben dem Besuch der Befreiungshalle eine Wanderung zum Kloster Weltenburg unternommen. Am Ufer konnte man die Reste des Hochwassers noch sehen und leider hat es das Klösterle mit seiner berühmten Felsenkirche sehr stark betroffen (www.einsiedelei-kloesterl.info). Die bedrückenden Bilder der Katastrophensituation sind auf der Internetseite abgebildet. Deshalb hatte auch der verwunschene Biergarten im Klosterhof geschlossen, der neben selbstgemachten Kuchen auch kleine Gerichten aus der Region anbietet.

  Kloster Weltenburg im Donautal

Spätestens als wir die traumhafte Wanderung durch die wilde Landschaft des Donaudurchbruchs hinter uns gelassen hat und hungrig im Kloster Weltenburg ankamen, wurde dieser Verlust deutlich. In einem von Massentourismus überfüllten Klosterbiergarten, wurde in einer Kakophonie von Geräuschen ein derart schlechtes Essen serviert, dass man sich gegenüber den ausländischen Besuchern wirklich schämen muss und selbst total verärgert ist.

Warten auf Frauchen, die gerade die Assam-Kirche besucht

Wett machte diese Laune nicht nur die traumhafte Kulissen-Architektur der Assam-Kapelle, sondern die Schifffahrt durch den Donaudurchbruch. Die Felsenlandschaft ist vom Schiff aus ein ganz anderer Augenschmaus! Die Hunde lagen ganz entspannt an Bord und ließen sich den Wind um die Nase wehen, Ahoi!

  Nicht nur die Schifffahrt, sondern auch die Überfahrt mit der Zille machte Hund und Menschen Spaß

Am letzten Tag ging es nochmal nach Regensburg. Nach einem Besuch im Emmeram-Kloster sind wir noch in der Fürstlichen Brauerei eingekehrt. Goya ganz im Bayern-Look passte perfekt ins Ambiente!

  Nach der Stadttour ein Wiener Würstchen und ein Schläfchen

Es waren wunderbare Tage mit tollen Menschen, entspannten Hunden und einer Traumlandschaft! Vielen Dank an Alle für diese Reise-Impressionen!

Und ein Dankeschön an die Leute vom Hotel Am See (www.hotel-am-see.com), die uns und unsere Hunde verwöhnt haben!

Veranstaltet hat die Reise 4 Pfoten unterwegs, die viele weiter wunderbare Reisen für Mensch und Hund anbieten!