Vom Animalier zum Tier in der Kunst

Inspiriert durch die großen Georg Stubbs Ausstellung in der Neuen Pinakothek München und dem Thema „das Tier als Rohstoff“ , das Teil der Jahresthemas „Verwertetes Fleisch“ des Kunstverein Ebersberg, nimmt Sie Dr. Karin Dohrmann (1. Vorsitzende des Kunstvereins) auf eine kleine Bilderreise durch die Geschichte des Tieres in der Kunst. Das Tier hat vielfältige Bedeutungen in der Kunst eingenommen, als Beiwerk, das Luxus verkörpert, als Symbol religiöser und mythischer Aspekte bis hin zum porträtierten Individuum. Die Animalier des 19. Jahrhundert waren gefeierte Auftragsmaler, die die Luxustiere des Adels, meist Hunde und Pferde, porträtierten. Diese Künstler erzielen auf der Dog Sale des Auktionshaus Bonham in New York jährlich höhere Preise. Auch heute kommt es wieder vermehrt in Mode sein Haustier in Öl bannen zu lassen, was sich am wachsenden Markt der Auftragsmaler zeigt. Aber auch Kunstvereine und Museen haben das Tier in der Kunst als Publikumsmagnet verstanden. Sei es in der Fotografie (nützlich - süß und museal – das fotografierte Tier, Folkwang Museum Essen) oder als Animal Art (Kunstverein Schwetzingen und Worms). Heute zeigt das Tier in der Kunst nahezu alle Facetten des alltäglichen Verhältnisses des Menschen „zu diesen etwas anderen Gotteskindern, die
einst als göttliches Wesen verehrt, als Bestie gefürchtet, als Fressfeind bekämpft, als Schaustück vermarktet, als Haustier versklavt oder als Kuscheltier verniedlicht wurden und werden.“ (Dr. Dietmar Schuth)