Philosophie

Kein Tier hat den Menschen so durch seine Entwicklungsgeschichte, durch Leben, Kultur und Kunst begleitet, wie der Hund. Mehr als jedes andere Tier reflektiert der Hund die Aktivitäten und Bedürfnisse der Menschen und hat an der Bedeutung der dargestellten menschlichen Szenen einen wesentlichen Anteil - als Symbole von Treue und Trauer, als Affirmation der potentiellen Energie seines Besitzers oder als Avatar gesellschaftlicher Zustände.

Viele Künstler haben ihren treuen Begleiter auf Leinwand festgehalten und ihm den selben Porträtstellenwert wie dem Menschen zugestanden. Georg Baselitz stellte seine Dogge Bruno in Mittelpunkt einer Serie und Horst Jansen machte es sich zu Gewohnheit, seinen Freunden Bilder ihrer Hunde als Dankeschön zu verschicken. Jo Longhurst nutzt das Bild des Whippets, um die Vorstellung vom Perfektsein und vom Funktionieren-müssen in unserer Gesellschaft in Frage zu stellen. Lucian Freud hingegen lässt Whippet und Mensch geradezu miteinander verschmelzen und sie somit jene ersehnte paradiesische Harmonie symbolisieren, die der Mensch verloren hat. Während Nadine Maria Rüfenacht ihre Whippets in Stillleben integriert, die an die Tradition des 17. Jahrhunderts erinnern und so dem Memento Mori einen ganz neuen Stellenwert im 21. Jahrhundert verleihen.

ars canis widmet sich als virtuelle Galerie gezielt dem Thema "Hund in der Kunst". Was in einzelnen Serienblöcken der Künstler oft ein Randdasein fristet, wird bei ars canis ins Zentrum gerückt, mit dem Ziel dem Facettenreichtum der Semantik des Hundes und den künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem Motiv "Canis" eine Plattform zu geben. Bei ars canis können Künstler, die das Thema "Hund" in ihren Werken auf vielfältige Weise aufgreifen, und Sammler, die sich diesem einzigartigem Themenbereich verschrieben haben, eine Zusammenkunft finden. Ich biete meine Dienstleistungen einem sehr speziellem Klientel an, dem sich Galeristen und Kunsthändler im angloamerikanischen Raum längst zugewandt haben. ars canis verkörpert die Leidenschaft zum Hund, die Künstler zu einer eigenwilligen Palette von Ausdruckformen bewegt und der sich ein kleiner Kreis von Sammlern mit Passion hingibt.

Dr. Karin Dohrmann
Steinhöring, den 04. November 2008